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Montag, 14. Oktober 2013, 12:30

Praxisberichte Rennveranstaltungen

Ausgehend von einigen Praxisberichten, die wir zugesendet bekommen haben, hat Uwe mal eine Checkliste für Rennveranstaltungen angelegt, die man hier auch als PDF Formular herunterladen kann. Stichpunkte hierfür folgen weiter unten, Ideen für Erweiterungen einfach hier im Thema anmerken.

Es geht bei einem Praxsbericht nicht so sehr um den persönlich gefärbten Rennverlauf, sondern eher um eine allgemeingültige Beschreibung der Bedingungen - natürlich auch der Strecke usw. - wenn Teilnehmer ihre positiven wie negativen Erfahrungen beschreiben, kann das für Rennveranstalter sehr hilfreich sein!

Hier folgend zwei Berichte, einer vom Starcross Mannheim von Oliver, und Nils berichtet von zwei Rennen des Stevens Cross Cup.

Stichpunkte Checkliste:

Veranstaltung
  • Verein
  • Jahr des Berichts
  • Anmeldeprozedur
  • Rundenlänge
  • Streckenbreite Durchschnitt
Streckenbeschaffenheit (in Prozent oder Anzahl):
  • Asphalt
  • Schotter
  • Sand
  • Wiese
  • Waldboden
  • Wurzelabschnitte
  • Abfahrten / Steigungen
  • Treppen
  • Hürden
Allgemeines
  • Materialdepot / Wasser
  • Parken
  • Wegweiser zum Veranstaltungsort
  • Zuschauer
  • Gastronomie
  • Unterhaltung für Kinder / KidsCross etc.
  • Informationen für Crossfremde Zuschauer
  • Lautsprecher / Streckensprecher
  • Siegerehrung
  • Umkleide / Duschen

Erweiterung / Änderung erwünscht.
»Arno Illmann« hat folgende Datei angehängt:

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Montag, 14. Oktober 2013, 12:31

Oliver berichtet vom Starcross Mannheim:

***STAR CROSS*** der MTG Mannheim am Sonntag dem 6.Oktober 2013

Sascha Wagner vom RFC Roßbach (ein in der hessischen/deutschen Crosserszene sehr erfolgreicher Elite-Fahrer) hat dankenswerterweise einen Cup mit 4 Rennen ins Leben gerufen (http://www.action-line-cup.de/crosscup/). 3x wird in Biebergemünd (gut 30km östlich von Frankfurt) gefahren und das Rennen der MTG Mannheim (http://www.star-cross-ma.de/starcross/) zählt ebenfalls dazu.

Der Rundkurs war relativ lang (10-12 Min., je nach Leistungsvermögen); aber mit allem, was eine attraktive Strecke ausmacht. Etwas Asphalt, eine gute Portion Schotter, sämige Waldwege, großzügige Wiesenstücke, zwei vermatschte Abfahrten, ein querliegender Baum und zwei Doppelhindernisse. Anstiege und Abfahrten waren angemessen. Wie sich herausstellen sollte, waren die Wiesen glücklicherweise so kurz gemäht, dass keine akute Gefahr für einen Schaltwerksabriss in Verzug war. Und die Strecke war trotz des Dauerregens in einem prima Zustand.

Mit 24 Startern waren zwei Drittel der vorangemeldeten Teilnehmer anwesend. U19, Damen und Master (Lizenzler wie Hobbyletten) fuhren ein gemeinsames Rennen, welches über 4 Runden angesetzt war; in der Wertung wurde das später wieder aufgedröselt.

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Montag, 14. Oktober 2013, 12:33

Nils berichtet vom Stevens Cyclocross Cup:

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 1. Lauf in Hamburg Horn

Wie schon im letzten Jahr fand im Rahmen des Deutschland Cups im Cross auf der Horner Galopp-Rennbahn auch ein Hobby-Rennen des Stevens Cyclocross Cup (kurz SCC) statt.

Die Strecke war eines Deutschland Cup Rennens auf jeden Fall würdig und vom Veranstalter super geführt und abgesteckt. vor jedem Rennen wurden die Sandpassagen mit schwerem Gerät umgegraben und jeder Fahrer hatte somit die gleichen schweren Bedingungen. Neben diesen sandigen Geraden gab es auch einige kleine Hügel sowie große Schleifen über Wiesen zu befahren, die Zielgerade lag dann auf Asphalt direkt vor der Haupttribüne der Galopp-Rennbahn. Der Kurs war insgesamt technisch nicht allzu anspruchsvoll (keine Wurzeln). Dafür gab es unzählige Ecken und Kurven, nach denen man wieder neu antreten musste, ganz abgesehen von den sandigen Passagen.

Einziges Manko an der Streckenführung war, dass das Fahrerlager/Parkplatz direkt über die Strecke führte und somit nur zwischen den Läufen befahren werden konnte. Außerdem hätten die Streckenposten ein bisschen mehr auf sich lösendes Flatterband achten können. Leider stürzte hinter mir ein Konkurrent der sich im Flatterband verfing und vermieste uns den schon drei Runden laufenden Zweikampf ein wenig.

Rund um die Tribüne mit Platz für die Siegerehrungen und dem Streckensprecher gab es Stände mit Kuchen, Kaffee, Würstchen und noch anderen Leckereien. Somit waren auch die Zuschauer zu versorgt, wenn auch während der Hobby-Rennen davon nicht immer allzu viele vor Ort sind. Natürlich hatte auch der Hauptsponsor der Rennserie seinen eigenen Stand vor Ort. Unser langjähriger Streckensprecher René Jacobs tat dann noch sein Übriges, um die Stimmung hoch zu halten. zum Glück gab es in diesem Jahr nicht die Probleme mit der Lautsprecheranlage wie in den letzten Jahren, da hörte man zum Teil mehr Rauschen und Knacken in den Boxen als René.

Durch die Infrastruktur der Galopp-Rennbahn fehlt es hier natürlich auch nicht an Duschen, WCs oder Parkplätzen.

Warum die beiden Hobby-Rennen (Ü18 und Ü40) dieses Jahr so auseinander gezogen wurden, Ü18 als erstes, Ü40 als letztes Rennen, wusste irgendwie keiner so richtig. So fiel bei vielen leider das Anfeuern der jeweils anderen Altersklasse aus, da sich kaum ein Hobbyfahrer über 6 Stunden am Kurs aufhielt.

Fazit: Ich werde jederzeit gerne wieder dort ein Crossrennen fahren, da sowohl Strecke als auch Organisation einfach TOP sind!

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 2. Lauf in Norderstedt

Wenn ich beim Training durch den Rantzauer Forst in Norderstedt fahre kann man eigentlich gar nicht glauben, dass dort so eine tolle Crossstrecke entstehen kann, aber dem Veranstalter (RV Germania Hamburg) sei Dank!

Die Strecke war bereits nach dem Abstecken am Vortag für Trainingsrunden freigegeben und wurde auch ausgiebig genutzt. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde die Strecke an einigen Stellen etwas verlangsamt und die schnellen "Waldautobahnen" durch kleine Abzweiger und Kurven um Bäume herum ausgebremst. Ansonsten wurde viel über bewurzelte Wege gefahren, was den Kurs technisch anspruchsvoll machte. Dazu kam noch ein sandiger Graben, der pro Runde viermal durchfahren werden musste. Da blieben sogar die Herren im Eliterennen zum Teil stecken und mussten vom Rad runter. Abgerundet wurde das Ganze von drei Laufhindernissen und einem kleinen Hügelchen mit Treppe, den soweit ich das mitbekommen habe kein Fahrer hoch gefahren ist.

Im Start-Ziel-Bereich war für die Zuschauer jede Menge zu sehen. Neben einem guten Ausblick auf mehrere Passagen der Strecke, einem großen Zelt mit Rennwurst, Kaffee, Kuchen und Würstchensuppe hörte man auch hier wieder Streckensprecher René Jacobs, der scheinbar inzwischen alle Lizenz- und auch die Top10-Hobbyfahrer persönlich kennt, mit seinem Fachwissen glänzen.

Duschen und WCs sind zwar nicht direkt an der Strecke, sind aber auch zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar gewesen. Eine Ausschilderung dorthin vom Veranstalter wäre aber gut gewesen.

In Norderstedt war die Startreihenfolge dann auch wieder "wie üblich", die Hobbiisten fahren nach den Elitefahrern und räumen die Strecke auf. Aber auch hier war die Strecke noch in einem super Zustand.

Fazit: Zum Heimrennen direkt vor der eigenen Haustür muss man nicht viel sagen, da fährt man sowieso jedes Jahr. Aber auch wenn das nicht so wäre, die Strecke und Organisation sind TOP, das Lob über die Strecke hörte man auch überall von den Elitefahrern. So muss eine richtige Cross-Strecke sein, so macht Crossen Spaß!

Zu den nächsten Rennen schreibe ich dann auch noch, wenn es so weit ist.

sportliche Grüße
Nils

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Wohnort: Wiesbaden

Beruf: Dipl. Ing. (FH) Maschinenbau

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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 16:08

STAR CROSS Mannheim 06.10.2013

STAR CROSS Mannheim 06.10.2013

Zum zweiten mal stand für mich das Rennen in Mannheim auf dem Programm. Und da es dort eine separate Singlespeedwertung gibt, natürlich ohne Gangschaltung. Dies hat zwei Vorteile: geringere Defektanfälligkeit und bessere Platzierung (wahrscheinlich).

Der Zeremonienmeister dort, Joachim Schmid, hatte dieses Jahr einen neuen Kurs entworfen, der gegenüber 2012 deutlich anspruchsvoller war. Zwar fehlte heuer der Sand, dafür gab es nun Schräghang und noch mehr kurze Rampen. Was er nicht wissen konnte, dass es am Tag vor dem Rennen richtig nass wurde - heftiger Dauerregen. Dieser machte die Strecke nun richtig anspruchvoll.

Dieses Jahr reiste ich mit dem Auto an und war ca. 1,5 h vor dem Rennen da. Somit bekam ich schon ein paar Eindrücke durch die frühen Starter, was da auf uns warten sollte. Es sah nicht unbedingt einladend aus, aber wir waren ja nicht zum Spass dort! Mein Einsatzrad war das gleiche wie 2012, nur mit neuer Gabel und anderer Bereifung - CLEMENT Crusade PDX anstatt der Michelin Mud das Jahr davor. Ich sollte mir also keine grossen gedanken um Traktionsprobleme machen müssen. Allerdings senkte ich den Druck nicht ab sondern beließ es bei 2,7 bar. Die Rampen hatten stellenweise sehr gemeine Übergänge in der Auffahrt - keine Lust auf Durchschläge.

Das Starterfeld war leider sehr übersichtlich - nur sechs Teilnehmer. Aufgefüllt wurden wir mit den Damen und der U19. Aus der Erfahrung von 2012 stellte oder zwängte ich mich frech in die erste Reihe um nicht irgendwo im Pulk an der ersten Rampe hängenzubleiben. Die Entscheidung war richtig, denn nach der Startgerden hatte ich nur einen U19 vor mir, der mich nicht behinderte da sowieso viel schneller.

So dauerte es gut eine 3/4 Runde, bis mich mein erwartet härtester Konkurrent und "Crosstrainingsparter" Andie einsammelte. Ich hatte 45-19 gekettet und somit den längeren Geraden den Vorzug gegeben. Leider waren dieses Jahr die Geraden kürzer und die Strecke viel langsamer, so dass ich in den winkligen Stücken keine Chance hatte, an Andie dranzubleiben. Jedoch kam ich mit der Strecke ganz gut klar und ich konnte den Abstand bis zum Ende der zweiten Runde auf etwa 50 m halten.

Da machte ich bei der Einfahrt ins Stadion einen blöden Fahrfehler, das VR schmierte weg und ich lag auf der Laufbahn. Die Akkus meines Tachos übrigens auch. Also aufgerappelt, aufgesprungen, die Bremsgriffe während der Fahrt wieder zurechtgekloppt und den Tacho zusammengesteckt. Die Akkus mussten noch warten. Diese Aktion hatte mich bestimmt 20 Sekunden gekosten und ich gab mich keiner Illusion hin - es galt nach hinten abzusichern.

Die restlichen vier Runden hatte ich immer wieder einen Blick auf meine Mitstreiter hinter mir werfen können - der Abstand wurde nach meinem Sturz schnell wieder grösser. Allerdings ermüdete ich auch immer mehr und die Nachwirkungen eines Sturzes zwei Wochen zuvor (Rippenprellung, verstauchter Daumen rechts) taten ihr übriges. Ich musste immer mehr Rampen laufen und die Zeit wie geplant auf den Geraden holen. Das Rad wurde bei jedem Überspringen der Hindernisse auch immer schwerer.

Ende der fünften Runde wurde ich von den zwei Führenden der U19 überrundet und diese bekamen die Glocke für die letzte Runde. Da ich dies nicht auf mich bezog, war ich eine Runde später etwas verwundert, dass Andie im Ziel stand und ich etwas konfus weitergefahren bin. Als ich sah, dass die zwei nächsten hinter mir vom Rad stiegen, war mir dann klar, zweiter - einen Platz besser als 2012.

Andie hatte mich um 01:16 auf den zweiten Platz verwiesen, ich den nächsten Fahrer um 00:31 auf Platz drei. In Anbetracht der Tatsache, dass bei uns daheim die kleine Julia seit drei Wochen den Tages- und Nachtablauf diktierte, gar nicht übel. Für Platz eins hätte es vermutlich auch in Bestform nicht gereicht, jedoch hätte es etwas spannender werden können. Aber egal, ich bin zufrieden und möchte der ganzen MTG-Mannheim ein grosses Lob für diese Veranstaltung aussprechen.

Fazit:
- tolle Veranstalltung
- crossgerechtes Wetter und Geläuf
- erhöhte Grundmüdigkeit behindert weniger als gedacht
- eine Rippenprellung behindert mehr als gedacht
- Fahrtechnik wird nicht hoch genug bewertet
- lieber mal kleinere Brötchen backen und hinten grössere Ritzel montieren
- der Spass steht im Vordergrund!!!

Gruß,
Armin

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Donnerstag, 24. Oktober 2013, 15:36

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 3. Lauf in Hannover

An diesem Wochenende stand eine neue Strecke im Stevens Cyclocross Cup auf dem Plan - nämlich Hannover. Eigentlich schon grenzwertig weit weg wenn man nördlich von Hamburg wohnt, aber so hatte ich immerhin einen Grund die Verwandschaft vor Ort zum Rennen einzuladen.

Trotz eigentlich flachen Terrains an der Ihme war die Strecke abwechslungsreich zu fahren. Vom Start weg ging es einen betonierten Weg entlang mit drei Schlenkern in ein wurzeliges Waldstück. Danach folgte eine kurze Abfahrt mit steilem Anstieg inklusive Zwischenstufe, den man spätestens ab der fünften Runde nur noch mit Kraft und weniger mit Technik hochdrücken konnte. Im Anschluss ging es wieder betonierte Wege und Wiesen mit vielen Kurven entlang, bis zu einer erneuten, aber kürzeren Abfahrt und wieder Auffahrt.
Im Grunde war die Strecke okay, aber durch die vielen Kurven auf den Wiesen kam zumindest ich in keinen richtigen Rhythmus - viel mehr gibt es zur Strecke nicht zu sagen.

Die generelle Organisation war okay, aber es gibt immer Kleinigkeiten zu verbessern. Parkplätze gab es in kurzer Entfernung genug auf einem alten Fußballplatz und den normalen Parkplätzen der Umgebung. Zuschauer hatten von der örtlichen Brücke einen super Überblick über die Strecke.


Fazit: Wenn die Organisatoren an der Strecke und dem Drumherum noch ein wenig arbeiten komme ich bestimmt im nächsten Jahr wieder, auch wenn dies keine typische Crossstrecke ist. Gefehlt haben übrigens eindeutig die Laufhindernisse!


Für mich selbst ist das Rennen eher bescheiden gelaufen - zum einen war irgendwie nicht mein Tag und der Boden setzte meinem Rücken ganz schön zu, zum anderen stürzte ich in der 6. von 8 Runden und durfte mich gleich danach auf ins Krankenhaus machen. Der Verdacht vor Ort - Schulter kaputt... Zum Glück (im Unglück) stellte sich die Verletzung "nur" als Bänderdehnung in der Schulter heraus, macht 2-3 Wochen Pause und ohne Crosstraining. :thumbdown:


sportliche Grüße
Nils

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Donnerstag, 24. Oktober 2013, 15:47

Danke sehr für die top Berichte und Beste Genesung!

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Dienstag, 5. November 2013, 09:09

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 4. Lauf in Neumünster

Am 3. November stand der 4. Lauf des SCC in Neumünster an. Wegen meiner Sturzverletzung in Hannover war ich dieses Mal leider nur als Betreuer, Zuschauer und Fotograf vor Ort.

Zu aller Erst muss man den Veranstalter einmal loben, denn das starke Unwetter ist noch nicht lange her andere Veranstalter wie Kiel am nächsten Wochenende haben die Strecke nicht frei geräumt bekommen, in Neumünster war aber von Sturmschäden an der Strecke nichts zu sehen!

Die Strecke war nach Aussagen der Fahrer gut präpariert, aber an zwei Passagen schon extrem matschig. Das einzige was fehlte waren ein paar Höhenmeter, aber das kommt immer auf die Betrachtungsweise der jeweiligen Fahrer drauf an. Der Großteil der Strecke führte über Waldwege oder mitten durch den Wald, nur knapp 300 Meter Zielgerade waren Asphaltstrecke.

Die Organisation an der Strecke war gut, es ist mir nichts Negatives aufgefallen. Für die Verpflegung der Zuschauer war gesorgt und Streckensprecher Rene gab mal wieder alles. Scheinbar gab es aber den einen oder anderen Dreher in den Starterlisten, so dass einige Namen und Nummern durcheinander kamen.


Fazit: Im letzten Jahr hatte ich hier mit einem technischen Defekt zu kämpfen (die Lenkerklemmung am Vorbau hatte sich gelöst) und dieses Jahr konnte ich nicht starten, schade eigentlich. Neumünster ist eine schöne Strecke, wenn auch unspektakuläre Strecke, die man jederzeit gerne wieder fahren kann.


sportliche Grüße
Nils

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Dienstag, 5. November 2013, 21:01

3. Rennen im Fietssportief.nl-Cup 2013/14 in Liessel am 27.10.2013

Das gut 30km von der deutsch-niederländischen Grenze entfernte Liessel war der Austragungsort des dritten Rennens im Fietssportief.nl Cup.

Die Strecke befindet sich etwas ausserhalb des Ortes mitten im Wald. Die Zufahrt war ein sehr ausgefahrener Weg, der schon fast einen Geländewagen erforderte und teilweise mit riesigen Pfützen versehen war. Parkmöglichkeiten gab es nur entlang der Zufahrt.

In der Mitte des Areals, das normalerweise wohl als Moto-Cross-Strecke dient, befanden sich mehrere Pavillon-Zelte in denen auch die Anmeldung untergebracht war. Wie schon von anderen Rennen des Cups bekannt, war die Anmeldung völlig entspannt und unproblematisch. Wer nicht im Besitz einer Lizenz war, konnte eine Tageslizenz lösen. Als Tageslizenzler hatte ich 10 € Startgebühr und 20 € Pfand für die Startnummer und den Transponder, der am Fußgelenk zu tragen war, zu entrichten. Teilnehmer, die alle Rennen des Cups fahren wollen, konnten sich voranmelden und bekamen eine feste Startnummer und einen Rabatt auf die im vorraus zu bezahlenden Sammelstartgebühr.
Neben der Anmeldung befand sich noch ein kleiner Verpflegungsstand und einige Pavillons, die zwischenzeitlich als Regenunterstand für Fahrer und Zuschauer dienten.
Als Fahrerlager dienten die geparkten Autos und Transporter. Umkleidemöglichkeiten oder Duschen gab es nicht, aber zumindest ein "Dixi"-Klo war vorhanden. Eine Reinigungsstation für die Räder hab ich ebenfalls nicht gesehen.
Im Bereich von Ziel und Zeitnahme gab es einen Zeitnehmerwagen und gelegentliche Lautsprecherdurchsagen. Während der Rennpausen wurde Musik eingespielt, bzw. die einzelnen Siegerehrungen der vorangegangenen Rennblöcke kommentiert.

Zuschauer gab es einige, die sich während der Rennen entlang der Rennstrecke an gut einsehbaren Abschnitten im Wald verteilten. Der Zugang war frei und es gab keine Beschränkungen. Mein Eindruck war, dass sich die Zuschauer im Wesentlichen aus Freunden und Angehörigen der Teilnehmer rekrutierten.

Die Rundenlänge betrug ca. 2,3 km und führte neben sandig-matschigen Abschnitten über feste laubbedeckte Singletrails. Wo nötig, war die Strecke mit Flatterband abgetrennt.
Durch die teilweise enge Streckenführung zwischen vielen Bäumen oder Geländeunebenheiten hindurch, waren Überholvorgänge nicht immer unproblematisch.
Künstliche Hindernisse gab es nicht, nur ein paar sehr kurze Anstiege und zwei etwas technischere Abfahrten und eine Stufe im Sand, die umfahren werden konnte.
Auf der teilweise mitgenutzten Moto-Cross-Strecke gab es abseits der Ideallinie einige tiefe Spurrillen, bei denen man Gefahr lief, mit den Pedalen aufzusetzen.
An diesem Tag war die Strecke zwar vom Regen feucht, hatte aber ordentlichen Gripp und war recht schnell.

Die ganze Veranstaltung ist als MTB- und Crossrennen, wo die unterschiedlichen Altersgruppen in Rennblöcken nach Altersklassen um ein bis zwei Minuten versetzt starten.
Im ersten Rennblock starteten die Jongens Cyclocross (40 Min.) direkt vor den Jongens MTB und danach der Jeugd 3 (25 Min.).
Im zweiten Rennblock zuerst die Heren Cyclocross (50 Min.), gefolgt von den Masters Cyclocross (40 Min.) und den Dames (40 Min.).
Der dritte Block ist für die kleineren Jeugd 2 (15 Min.) und Jeugd 1 (15 Min.)
Im vierten Block starten Heren und Masters MTB.

Die Rennergebnisse erscheinen auf der Cup-Webseite, resp. verlinkt auf die der Zeitnahmefirma RÖMERS, innerhalb weniger Stunden nach den Rennen.

Weitere Infos zum Fietssportief.nl Cup unter www.limburgcross.nl .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stephan John« (6. November 2013, 08:22)


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Donnerstag, 21. November 2013, 10:59

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 6. Lauf in Kaltenkirchen

Am 17. November stand der 6. Lauf des SCC in Kaltenkirchen an (Lauf 5 in Kiel wurde wegen Sturmschäden auf den 15.12. verlegt). Nach meiner Sturzverletzung in Hannover wagte ich mich endlich wieder aufs Rad, Ziel für mich war daher auch nur schmerz- und sturzfrei ins Ziel kommen.

Noch im letzten Jahr war die Strecke auch aufgrund des Wetters ziemlich matschig, sehr technisch und zum Teil sehr ruppig zu fahren. Dieses Jahr sollte alles anders werden, der Veranstalter RSC Kattenberg hatte eine komplett neue Strecke angelegt, die nur zu kleinen Teilen dem alten Kurs entsprach. Es ging über viele Wiesen und Schotterwege, einige Waldpfade entlang, 20 Meter durch weichen Sand direkt am Baggersee und zwei knackige Steigungen hoch bzw. wieder runter. Wirklich eine klasse CX-Strecke und durch die neue Streckenführung auch endlich für Zuschauer gut einsehbar.

Wie immer bei den Kattenberger Veranstaltungen waren viele Helfer vor Ort, es wurde für das leibliche Wohl gesorgt und auch ansonsten konnte man sich als Zuschauer und Fahrer nicht beklagen.


Fazit: Mit der neuen Strecke hat der Veranstalter einiges wieder gut gemacht, was die letzten Jahre im Matsch stecken geblieben war. So werden auch im nächsten Jahr bestimmt wieder viele Fahrer und Zuschauer das Rennen besuchen kommen. Ob dann auch wieder Trixi Worrack (amtierdende deutsche CX-Meisterin) am Start steht bleibt abzuwarten, aber es hat echt Spaß gemacht ihr zuzuschauen!

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Freitag, 22. November 2013, 22:59

super, klasse bericht. danke!

das drum herum für die zuschauer - wie lief das so? konnten die gut an der strecke rum laufen? im grunde einsehbar ist ja schon mal sehr gut.

im start/zielbereich - gab es besonderheiten, konnte man sich setzen, gab es kleine snacks zu kaufen? (dein hinweis aufs leibliche wohl).

Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk 2

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Montag, 2. Dezember 2013, 11:26

Durch die vorhandenen Wald- und Kieswege war die Strecke an fast allen Teilen sehr gut von den Zuschauern zu erreichen. Interessant ist es aber scheinbar vor allem an den Anstiegen und im Zielbereich gewesen, denn vor allem dort tummelten sich die Zuschauer.

Das leibliche Wohl stellte ein Zelt mit Ausschank von Kaffee, Kuchen und "Renn-"Wurst dar, Sitzgelegenheiten waren allerdings nicht vorhanden. Aber wie sagt Streckensprecher Rene immer so schön: "Wenn man schon nicht auf einem Crosser sitzt kann man sich wenigstens an die Strecke stellen und Klatschen" :-)

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Montag, 2. Dezember 2013, 12:27

Aber wie sagt Streckensprecher Rene immer so schön: "Wenn man schon nicht auf einem Crosser sitzt kann man sich wenigstens an die Strecke stellen und Klatschen" :-)

:thumbsup:

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Dienstag, 21. Januar 2014, 12:53

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 10. Lauf in Elmshorn

Am 18. Januar 2014 stand der nachgeholte Lauf in Elmshorn an. Der eigentliche Austragungstermin im November musste wegen immensen Sturmschäden im Wald abgesagt werden.

Die Strecke war super hergerichtet, der Butterberg musste wieder über eine Treppe bezwungen werden und zwei umgestürzte Bäume wurden einfach mal in die Strecke eingebaut. Lag aber auch dadran, dass die Försterei wollte untersagt hatte, die beiden Bäume aus dem Weg zu räumen.
Neben der Treppe und einigen Metern über normale Waldwege mussten wir noch durch eine riesige und tiefe Matschpfütze, einen sandigen Hügel hochlaufen und natürlich die obligatorischen Hürden überspringen.

Mir persönlich hat die Strecke wieder seeehr viel Spaß gemacht, ich finde diese vielen kleinen Anstiege echt genial und liegen mir relativ gut.

Die Organisatoren haben sich auch in diesem Jahr wieder viel Mühe gemacht und die Strecke war super abgesteckt. Außerdem gab es alles für das leibliche Wohl, bis auch die letzten Fahrer im Ziel waren (dann war der Eintopf und Kuchen leer :) ).




Fazit: Schon kurz nach der Absage des Rennens hatte ich gehofft, dass ein Ausweichtermin gefunden würde, denn die Strecke ist in meinen Augen eine der schönsten und naturbelassensten des ganzen Cups.


PS: Das Rennen lief auch für mich super, nach einem tollen Start und einem schönen Dreikampf um die Plätze 5 bis 7 konnte ich im Zielsprint als 6. die Ziellinie überqueren.

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Dienstag, 21. Januar 2014, 13:18

Stevens Cyclocross Cup 2013/2014 - 11. Lauf in Buchholz - Finale

Zum Abschluss des Stevens-Cyclocross-Cup 2013/14 fand an diesem Doppelwochenende am 19. Januar 2014 der Finallauf in Buchholz in der Nordheide statt.

Wie es sich für einen Finallauf gehört war alles rund um das Rennen perfekt organisiert. Das ist der Vorteil, wenn man direkt an einer Sporthalle solch ein Rennen ausrichtet. In der Halle war für das leibliche Wohl, sanitäre Anlagen und Logistik viel Platz, denn im Anschluss an das Rennen sollte hier auch noch die Gesamtsiegerehrung und die Tombola stattfinden.
Auch konnten hier die vielen Fotografen ihre Werke zeigen und noch den einen oder anderen Käufer für ihre Werke finden.

Die Strecke selbst war nicht viel anders als die letzten Jahre. So ging es viele Anstiege und durch eine "Sandkiste" hoch, auf dem Vorplatz der Sporthalle im Geschlängel über die Laufhindernisse und sogar ein paar kurze Treppen zum Laufen hinauf. Die Absperrungen rund um den Kurs waren gut und man konnte sogar bereits am Vortag den fast fertig abgesteckten Kurs befahren.

Leider machte uns das Wetter den Tag ein wenig zunichte. Gestern in Elmshorn noch Sonnenschein und windstille, war es heute kalt, windig und stark bewölkt.


Fazit: Buchholz ist eine tolle Strecke und auf jeden Fall einen Finallauf wert. Die Strecke könnte phasenweise etwas anspruchsvoller sein (Vorplatz der Sporthalle), ansonsten gibt es aber definitiv nichts zu meckern. Ich freue mich jetzt schon auf den Finallauf in 2015 und hoffe dann auch endlich mal etwas in der Tombola zu gewinnen :)

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Mittwoch, 29. Januar 2014, 11:39

@ Nils Koß, Deine Berichte über den Stevens Cup finde ich gut, gefällt mir. Auf FB würdste jetzt nen "Like" bekommen :thumbup:

Da macht es denn auch Spaß, für so ein Feedback in Elmshorn mit auf und abzubauen, und den ganzen Tag von 8 bis 16 uhr dort zu sein und nach dem rechten zu kucken. Auch wenn ich zwischendurch das Rennen selber gefahren bin.